Programm (Vorläufig)
Insgesamt versuchen wir, in den Workshops inhaltlich zwar sehr tief einzusteigen, aber die Themen immer verständlich zu halten. Die OrganisatorInnen sind Schüler, einige der ReferentInnen auch.
Natürlich ist es möglich zu kommen und gehen wie du willst, doch halten wir es für sinnvoll, insbesondere am Anfang dabei zu sein, da dieser Themeneinstieg Grundlage für den ganzen Tag bildet.
Auf dem Programm stehen bisher (ein Programmpunkt ist noch offen, Kleinigkeiten können sich noch ändern):
11 Uhr bis Mittagessen (ca. 13:30): Themenkomplex Schulkritik – „Was stört mich an der Schule?“ Was sind die Ziele von Schule?
Als Einstieg und als Grundlage fürs weitere Programm.
Wurden Schulen als Lernort eingerichtet oder als Institution um Kinder effektiv zu manipulieren und Gehorsam zu lernen? Wie ist es heute? Lebt die „Schwarze Pädagogik“ im Schulwesen von heute fort? Müssen Kinder zum Lernen gezwungen werden – unter welchen Voraussetzungen müssen sie dies (nicht)? Wie entsteht Lernmotivation? Fördert Schule in derzeitiger Beschaffenheit deine Lernmotivation oder hemmt sie eher deine Neugier? Ist es wirklich das Klassenziel, das alle das Klassenziel erreichen – oder muss es immer Verlierer geben? Wo ist Schule Gleichmacherei, wo fördert sie Ungleichheit? Weswegen Schulkritik? Wo kann man Ansetzen, um das Bildungswesen effektiv zu verändern? Welche Chancen bietet ein dezentralisiertes, pluralistisches Schulswesens?
Am diesen und weiteren Fragen hangelt sich dieser Workshop entlang, u.a. wird die Geschichte der Schule angeschnitten, pädagogische Grundfragen, ökonomische und politische Funktionen von Schule.
Hier sollen viele Aspekte von Schulkritik vorgestellt werden, die sich gut als Einstieg in eine Diskussion eignen.
Kurzer Film zum Einstieg, Vortrag, danach Fragen und Diskussion möglich.
Essen, Pause, Kennenlernen
Themenkomplex „Alternativen“
(Reihenfolge steht noch nicht fest, Länge schwer planbar, ggf. finden Workshops auch parallel statt)
„Demokratische Schulen“, bzw. (spezieller) „Sudbury-Schulen“: Vorstellung des Konzepts, eines Typischen Tagesablaufs, Umgang mit Problemen, Erfahrungen damit. Beantworten von Fragen dazu, ggf. Diskussion.
„Freie Schule Verden“: Vorstellung der FSV, mit welchen Schwierigkeiten haben freie Schulen in Deutschland zu kämpfen. Beantworten von Fragen dazu, ggf. Diskussion.
„Unschooling“: Lernen und Leben vermischt: Lernen jenseits von „Schulen“, als fester Bestandteil des Alltags – Ansätze einer neuen Lernkultur. Kurze Vorstellung des „Freilernens“ bzw. „Unschoolings“, Thesen dazu. Was bedeutet Entschulung?
Themenkomplex „Aktiv werden“:
Selbstbestimmtes Lernen
Aus der Konsumrolle herauskommen. Die Verantwortung für das eigene Lernen selbst in die Hand nehmen. Als Gruppe, im Lernnetzwerk oder Alleine – welche Ansätze gibt es, wie kann ich meine Bildung selbst in die Hand nehmen, wo Unterstützung kriegen.
Raus aus der Ohnmacht: Überleben in der Schule – Erfahrungsaustausch über Strategien – Entwicklung von Ideen wie man sich selbst und sich Gegenseitig helfen kann, die Schule mit wenig Frust zu überstehen.
Sich selbst motivieren, sich durchmogeln, … was für dich funktioniert.
Wie lässt sich Schule von innen verändern? SV-Arbeit? Andere Ansätze?
Entwicklung von Handlungsansätzen
Open Space (Raum der Möglichkeiten) zur Aktionsvorbereitung. Transparente für die Demo erstellen. Ideen spinnen. Sich mit Anderen zusammentun. Mit organisieren. Offene Fragen klären. Raum für spontan entstandene Programmpunkte, Kleingruppenarbeit etc. Reste essen, Aufräumen.
Ende offen